An der vergangenen Schwyzer Bezirksgemeinde hatten wir eine interessante Diskussion zum Thema Landkauf für Realersatz. Verschiedene Argumente wurden vorgebracht, sachlich, fair, unaufgeregt. Die Diskussion habe ich gestartet, um auf das Thema Bodenpreise in der Landwirtschaft aufmerksam zu machen. Wir sehen heute fast überall einen Ausverkauf unserer Heimat. Bei Immobilien, Gewerbe, fehlender Nachfolge bei KMUs et cetera. Dies meist verursacht durch exorbitante Preise und weil fast alle nur noch Geld wollen und so viele andere Werte vergessen gehen.
Genau diese Fehlentwicklung gilt es in der Landwirtschaft zu verhindern. Im bäuerlichen Bodenrecht ist alles geregelt betreffend Kauf und Verkauf von Kulturland. Wenn jetzt der Staat kommt, den Stärkeren markieren will und das Dreifache von dem zahlt, was erlaubt ist, wird das den Bodenpreis befeuern.
Warum sind höhere Preise ein Problem? Ist doch gut, das gibt Umsatz? Beispiel: Ein junger Landwirt möchte einen Betrieb von 20 Hektaren kaufen. Wenn er heute 5 Franken pro Quadratmeter zahlt, kostet das Land allein 1 Million Franken. Davon erhält er zirka 20 Prozent von der Bank, und etwas kann er über die Landwirtschaftliche Kreditkasse finanzieren. Den Rest muss er selber aufbringen. Was wäre wohl, wenn der Preis beim Dreifachen liegen würde? Es wäre fast unmöglich, Land zu erwerben. So verschwindet der landwirtschaftliche Familienbetrieb. Der Staat und die Grossen übernehmen dann gerne. Wollen wir das?
Darum gilt es, am 14. Juni Nein zu diesem Geschäft zu stimmen. Der Bezirk soll das Land kaufen, aber zu dem Preis, welcher für alle Landwirte gilt. Die Schwyzer Kantonalbank als Verkäuferin wird den «Mindererlös» verkraften. Grundeigentümer, die vom Bau betroffen sind, sollen den zweifachen Verkehrswert zum Realersatz erhalten, wie es im Enteignungsgesetz vorgesehen ist. Jedem das Seine!

