Leserbrief

Ja – für ein gerechtes Steuersystem

Zur Abstimmung über die Fairness-Initiative vom 29. November

Die Fairness-Initiative setzt ein wichtiges Zeichen für mehr Gerechtigkeit im Steuersystem. In unserer vielfältigen Gesellschaft gibt es nicht das eine Familienmodell – jede Familie, jeder Alltag ist anders. Genau das berücksichtigt die Initiative: Sie sorgt dafür, dass niemand aufgrund seiner Lebensform steuerlich benachteiligt wird, egal ob verheiratet oder unverheiratet, ob beide Elternteile arbeiten oder einer sich um Kinder oder Angehörige kümmert.

Gerade Menschen, die ihr berufliches Pensum reduzieren, um Verantwortung für andere zu übernehmen, leisten einen unschätzbaren Beitrag für unsere Gesellschaft. Es ist nur fair, dass diese Fürsorge nicht zu steuerlichen Nachteilen führt. Wer sich kümmert, soll nicht draufzahlen – das ist ein Gebot der Gerechtigkeit und Wertschätzung.

Auch an die Rentnerpaare wird gedacht: Nach Jahrzehnten gemeinsamer Lebensleistung wäre es ungerecht, im Ruhestand das Steuersystem grundlegend zu ändern. Die Fairness-Initiative baut auf Bewährtem auf und verlangt keinen radikalen Systemwechsel. Ehepaare können weiterhin gemeinsam ihre Steuererklärung ausfüllen, und die Steuerhoheit der Kantone bleibt erhalten. Die Fairness-Initiative ist ein Schritt hin zu einem Steuersystem, das alle Lebensmodelle respektiert und niemanden benachteiligt. Das ist einfach fair – und deshalb sage ich am 29. November klar ja.