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Eingesandt:  Leserbrief

Glatteisgefahr

Zum Kommentar «Schwyzer Regierung hinkt dem Zeitgeist hinterher»

Der Schwyzer Regierungsrat lehnt eine Gender-Sprache in amtlichen Veröffentlichungen ab. Gut so. Die Chefredaktorin des «Boten» kritisiert das in ihrem Kommentar auf Schärfste und meint, der Regierungsrat begebe sich damit aufs Glatteis und hinke dem Zeitgeist hinterher.

Manchmal ist es aber auch besser, nicht auf jeder Zeitgeistwelle mitzureiten. Sie argumentiert, dieser Entscheid sei ein Hohn für die junge Generation, die sich derzeit mit genau dieser Thematik stark auseinandersetzen würde. Könnte es sein, dass gerade die massive, geballte gehirnwäscheartige Bombardierung durch die Medien erst die nach Orientierung suchenden Teenies verunsichert, welchem Geschlecht sie angehören (sollen)?

Wir sind überzeugt, dass eine überwältigende Mehrheit der Bevölkerung die Gender-Sprache ablehnt. Sie entspringt der sturen Doktrin einer verschwindend kleinen, lautstarken, elitären Minderheit. Sie spaltet unsere Gesellschaft eigentlich nur und bewirkt alles andere als die erwünschte Inklusion.

Wie wäre es, wenn der «Bote» einmal eine Umfrage bei seiner Leserschaft durchführen würde, um deren Bedürfnisse kennenzulernen? Wollen die Leute diese schwerfällige, holprige Schreibweise in ihrer Hauszeitung? Soll der neue Leitfaden der Redaktion für gerechte Schreibweise nicht nur Lippenbekenntnis der Chefredaktorin bleiben, erwarten wir im neuen Jahr konsequenterweise eine Anpassung des Zeitungsnamens in «Botin und Bote der Urschweiz», zumal die Zeitung massgeblich von einer Chefredaktorin und Redaktorinnen mitgestalten wird? Es stellt sich durchaus die Frage, wer sich hier aufs Glatteis begeben hat?

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