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Leserbrief

Gezielte Familienförderung

Zur Abstimmung über die kantonale Initiative «Kaufkraft stärken – Prämienverbilligung auch für den Mittelstand» vom 14. Juni

Als Vater beobachte ich die stets steigenden Krankenkassenprämien mit Sorge. Besonders betroffen ist der Mittelstand: Familien mit Einkommen knapp über den Anspruchsgrenzen für Prämienverbilligungen zahlen jedes Jahr mehr, verfügen jedoch über immer weniger Spielraum im Haushaltsbudget. Auch die Wohn- und Energiekosten sind stark gestiegen. Dabei handelt es sich um Fixkosten. Die Prämien sind obligatorisch, unabhängig davon, ob eine Familie Leistungen beansprucht oder nicht.

Dass Eltern mit Kindern einen dermassen grossen Teil ihres Einkommens für Prämien aufwenden müssen, obwohl Kinder durchschnittlich geringe Gesundheitskosten verursachen, ist nur schwer zu rechtfertigen. Höhere Prämienverbilligungen sind keine Ausweitung des Sozialstaates, sondern eine gezielte Entlastung derjenigen, die arbeiten und zum System beitragen. Sie helfen, Erwerbsanreize zu erhalten, denn Arbeit muss sich gerade für Familien weiterhin lohnen. Wer ein höheres Pensum übernimmt, darf nicht erleben müssen, dass praktisch der ganze Mehrverdienst durch Prämien und Betreuungskosten wieder aufgefressen wird.

Wenn wir im Kanton Schwyz wollen, dass sich mehr Familien für Kinder entscheiden, braucht es Anreizsysteme. Eine erneute Senkung der Kantonssteuern Ende Jahr hilft den meisten Familien nur unwesentlich. Hingegen ist eine gezielte Erhöhung der Prämienverbilligungen für viele Familien unmittelbar mit Tausenden von Franken spürbar. Damit werden Familien effektiv entlastet!

Mit einem Ja zur Initiative «Kaufkraft stärken» fördern wir gezielt Familien. Der Kanton Schwyz muss dann nämlich mindestens so viel in die Prämienverbilligung investieren wie der Durchschnitt der anderen Kantone. Damit tragen wir zu einer ausgewogenen Altersdurchmischung in unserem Kanton bei. Davon bin ich überzeugt!