Leserbrief

Geld regiert

Zur Abstimmung über die Sportanlage Tschaibrunnen in der Gemeinde Schwyz vom 14. Juni

Eltern kennen das Dilemma: Jedes Kind möchte seinen Traum verwirklichen. Als Eltern knickt man ein, um den Wunsch zu erfüllen, was finanziell zur Last werden kann. Der SC Schwyz und der Gemeinderat Schwyz sind in einer ähnlichen Situation, mit der Ausnahme, dass wir Bürger – als eine Art Grosseltern – dazu noch grünes Licht geben dürfen.

Der SC Schwyz spielt in der 3. Liga. Zusammen mit der Gemeinde sollen rund 4 Millionen Franken in eine Erneuerung und den Ausbau der Anlage gesteckt werden. Die guten Gründe wie Sport, Juniorenförderung und Integration sind zu schätzen. Dazu gesellen sich wahre Gründe, die noch nicht erwähnt wurden. Im Sportanlagen-Konzept der Gemeinde (Gesak) erkennt man, dass die Gemeinde Schwyz von allen Gemeinden im Kanton am meisten Fussballplätze aufweist. Wir sind die einzige Gemeinde mit zwei prominenten Fussballclubs. Die Bürger haben die Sportanlage Wintersried bewilligt. Für den Fussball wurde in der Gemeinde Schwyz immer sehr viel Geld bewilligt.

Die beiden wahren Gründe, welche der SC Schwyz nur widerwillig bestätigt, sind: Es braucht ein Restaurant mit Kiosk im Tschaibrunnen und eine eigene Bandenwerbung, damit die Einnahmen stimmen. Es geht also wie immer ums Geld. Darum «zügelt» der SC Schwyz nie ins Wintersried, weil dort diese beiden Einnahmen nie realisiert werden könnten. Die Gemeinde Schwyz ist dabei, einen gewaltigen Schuldenberg zu errichten. Schulhäuser sind nötig, Strassen müssen saniert werden. Ob dazu auch 4 Millionen für Drittliga-Fussballklubs gehören, muss jeder Bürger selbst entscheiden.

Nicht zu vergessen ist zudem, dass dem Steuerzahler im erst 29-jährigen Mythenforum schon wieder 20 Millionen Franken für die Sanierung (hauptsächlich aber für die gebäudeinterne Umplatzierung des Restaurants auf das Gebäudedach) weggenommen werden sollen.

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