Der 3.-Liga-Klub SC Schwyz will zusammen mit der Gemeinde Schwyz in die Erneuerung und den Ausbau der Sportanlage Tschaibrunnen 4 Millionen Franken investieren. Man kann von einem Millionengeschäft sprechen; das lenkt auf die Tatsache, dass der Fussball in den letzten Jahrzehnten zum Millionengeschäft geworden ist.
Die Stars der Nationalmannschaft werden für zweistellige Millionenbeträge bei Transfers «verkauft». Viele dieser Fussballstars haben ihre Karriere bei einem kleinen Klub begonnen. Auch der SC Schwyz führt diese berechtigte Tatsache ins Feld. Allerdings wurde ehrlich erklärt, dass alle jungen Talente so früh wie möglich an den FC Luzern zur weiteren Förderung weitergeleitet werden. Das macht einerseits Sinn, wirft andererseits aber ein schales Licht auf dieses Millionengeschäft. Talente finden und weiterleiten, damit in Luzern das Millionengeschäft rollt – und in Schwyz soll die Gemeinde für Millionen eine Sanierung unterstützen, welche fairerweise mit all den Millionen der «Fussballindustrie» selbst finanziert werden sollte? Warum unterstützen die Fussballstars und die grossen Klubs solche Projekte wie in Schwyz nicht oder zu wenig?
Der Bürger muss selbst entscheiden. Mit Steuergeld Millionen in den Tschaibrunnen stecken, damit die talentierten Junioren an die grossen Klubs weitergereicht werden können und dort dann das Millionengeschäft erst ermöglicht wird.
Solidarität wäre, wenn die «Millionäre» jetzt den SC Schwyz unterstützen würden und viele andere Klubs, die in der gleichen Situation wie der SC Schwyz sind. Ich stimme Nein zur Ausgabenbewilligung Tschaibrunnen, weil ich nicht mit Steuergeldern ein Millionengeschäft der «Fussballindustrie» unterstützen will. Ein Fussballspiel für Junioren ist auf dem jetzigen Tschaibrunnen noch lange möglich.

