Mit Interesse habe ich den Bericht über das Sicherheitsforum March gelesen. Als OK-Mitglied des Anlasses war ich erstaunt darüber, wie insbesondere die Ausführungen von Prof. Dr. Frank Urbaniok dargestellt wurden.
Wer am Anlass teilgenommen hat, erlebte einen renommierten Psychiater und Kriminalexperten, der seine Einschätzungen auf Berufserfahrung und kriminalstatistische Daten stützt. Sein Referat war weder polemisch noch pauschalisierend. Vielmehr zeigte er auf, dass Entwicklungen im Bereich Kriminalität und Migration offen diskutiert werden müssen.
Wer statistische Zusammenhänge benennt, verfolgt noch lange keine menschenfeindliche oder diskriminierende Agenda. Daten und Fakten dürfen in einer Demokratie kein Tabu sein. Sie bilden die Grundlage für politische Diskussionen und Entscheidungen.
Man muss die Schlussfolgerungen von Prof. Dr. Urbaniok nicht teilen. Darüber darf und soll diskutiert werden. Problematisch wird es jedoch, wenn die sachliche Auseinandersetzung durch Andeutungen oder unbelegte Wertungen ersetzt wird.
Eine demokratische Gesellschaft lebt von unterschiedlichen Meinungen, aber auch davon, dass Positionen fair wiedergegeben werden. Von den Medien wünsche ich mir deshalb eine ausgewogene Berichterstattung, die Fakten und Argumente sachlich vermittelt.
Auch deshalb ist für mich ein klares Ja zur Initiative gegen eine 10-Millionen-Schweiz dringend notwendig. Nur damit können wir endlich über die Probleme in diesem Land sprechen und über Lösungen diskutieren, ohne gleich in eine bestimmte Ecke verbannt zu werden.
