Leserbrief

Fair zur Ehe. Stark für Familien

Zur Abstimmung über die Fairness-Initiative vom 29. November

Alle sind sich einig: Die Heiratsstrafe soll weg. Die Frage ist nur: Ist die Ehe für das Steueramt eine Gemeinschaft – oder zwei einzelne Personen?

Im März wurde der Weg der Individualbesteuerung gewählt. Die Fairness-Initiative gibt eine andere Antwort: Bei der direkten Bundessteuer bleibt die Ehe als Gemeinschaft anerkannt. Wie Paare Erwerbs- und Familienarbeit aufteilen, bleibt ihre Entscheidung. Das Steuerrecht soll sie dafür nicht bestrafen.

Wer Verantwortung übernimmt und in Kinder investiert, investiert in die Zukunft der Gesellschaft. Ohne Nachwuchs hat kein Staat Bestand. Jungen Paaren, die trotz stagnierender Löhne und hoher Mieten eine Familie gründen, sollten keine zusätzlichen Hürden in den Weg gelegt werden.

Die Individualbesteuerung kann Einverdiener-Familien, Rentnerpaare mit stark unterschiedlicher Einkommensverteilung und Bauernfamilien spürbar stärker belasten. Die Fairness-Initiative verhindert diese neuen Nachteile bei der Bundessteuer – ohne die alte Heiratsstrafe zurückzubringen.

Deshalb: Ja zur Fairness-Initiative. Für die Ehe als Gemeinschaft. Für echte Wahlfreiheit der Familien. Für eine Gesellschaft, die jenen den Rücken stärkt, die Zukunft schaffen.