Seit jeher setze ich mich dafür ein, dass Kinder auf der Stufe Primarschule die Grundfächer Lesen, Rechnen und Schreiben massvoll und einfach erlernen können sollten. Das Beherrschen dieser Grundkompetenzen ermöglicht jedem Menschen, sich später in der Gesellschaft selbstständig zurechtzufinden. Zum Lesen gehört Textverständnis – um das zu erreichen, muss genügend Zeit vorhanden sein. Das geht nicht im Eilzugstempo. Dasselbe gilt beim Rechnen und Begreifen des dazugehörenden unabdingbaren Dreisatzes.
Die Ankündigung, den Erziehungsrat, der für die überehrgeizigen Lernziele verantwortlich ist, aufzulösen, ist eine längst überfällige Massnahme. Die Erziehungsratsmitglieder sind und waren die Hauptverantwortlichen, die offensichtlich nicht in der Lage sind und waren, auf die Hinweise der Erziehenden einzugehen, allen voran der Eltern und Lehrpersonen.
Die Folgen waren und sind leider immer noch frustrierte Kinder mit ihren Eltern und den Lehrpersonen. Die Lehrer und Lehrerinnen können ihren Arbeitsort mit den Vorgaben der zu vermittelnden Lernziele auswählen. Die Eltern sowie Schülerinnen und Schüler können dies leider nicht; möglich wäre dies nur, wenn sie den Wohnsitz in einen anderen Kanton verlegen würden.
Ich gratuliere dem Kantonsrat, dass er mit 70 zu 25 Stimmen dem Anliegen des Regierungsrates gefolgt ist, damit die «Dunkelkammer» ausgedient hat und nach über 100 Jahren in absehbarer Zeit ein Ende nimmt.

