Am 16. April stimmen unsere Kantonsräte und Kantonsrätinnen über eine Kostenbeteiligung des Kantons Schwyz zur Sanierung des Zugersees ab. Wie man hört, wollen einige unserer Volksvertreter ein Umweltanliegen wieder einmal nicht unterstützen. Dass die Wissenschaft – die Eawag, das Wasserforschungsinstitut der ETH – den See untersucht hat und auch unmissverständlich darlegt, dass eine Belüftung des Zugersees absolut notwendig ist, wird dabei völlig ausgeblendet.
Dass dabei ein ganzes Ökosystem auf dem Spiel steht, interessiert einige ebenso wenig. Es geht aber auch darum, dass die Kantone Zug, Luzern und Schwyz vor einigen Jahren ein Konkordat eingegangen sind, welchem auch unser Kantonsparlament zugestimmt hat. Einige sind ernsthaft der Meinung, solange wir von diesem Konkordat profitieren, ist alles in Ordnung. Wenn es aber gilt, einen kleinen Teil der Kosten für die Rettung des Sees zu übernehmen, möchten dann genau diejenigen nichts mehr von diesem Konkordat wissen.
Ein Konkordat ist nichts anderes als ein Vertrag zwischen mindestens zwei Parteien. Es heisst doch irgendwo auch immer so schön «in guten und in schlechten Zeiten». Ein schöner Spruch, aber nur, wenn man auch danach lebt. Daher bitten wir unsere Kantonsrätinnen und Kantonsräte, hier ihre Verantwortung wahrzunehmen und diesem Geschäft entsprechend zuzustimmen. Es sollte nicht sein, dass der Kanton Schwyz bei unseren Nachbarkantonen nur als Rosinenpicker wahrgenommen wird.


