Leserbrief

Ein früher Jahresrückblick

Zum Jahr 2026

2026 war bisher kein gutes Jahr für unsere Eidgenossenschaft. Die Tragödien von Crans-Montana, Kerzers, Winterthur und Aarau haben unser Selbstbild erschüttert, wonach wir eine Insel der Glückseligkeit sind, umgeben von grossen Spannungen und Problemen mitten in Europa. So weh es tut: Wir müssen uns eingestehen, dass die Welt spinnt und die Schweiz mit ihr.

Auch politisch lief es aus bürgerlicher Sicht bisher schlecht. Das Stimmvolk hat sich klar für mehr Zwangsabgaben für einen Staatssender ausgesprochen, bei dem sich mehr als 70 Prozent der Angestellten als «sehr links» bis «links» bezeichnen. Zudem haben wir uns demokratisch für mehr Zuwanderung, mehr Bevölkerungswachstum und mehr Asylkriminalität entschieden. Und schliesslich wurde deutlich, dass wir unsere traditionelle, immerwährende Neutralität nicht mehr als notwendig erachten beziehungsweise sie in ihrer integralen Form klar ablehnen.

Aktuell beginnen in Bundesbern die Verhandlungen über den Unterwerfungsvertrag mit der Europäischen Union, aus dem bei einer Annahme in einigen Jahren konsequenterweise der EU-Beitritt folgen wird. Doch auch hier gilt: Die Mehrheit hat in einer Demokratie immer recht.

2026 war kein gutes Jahr für unser Land, und leider dürften noch einige schwierige Jahre folgen. Nach einiger Zeit nahe dran an der Schweizer Politik kann ich nur sagen: Wenn wir langfristig etwas für unsere Nachfahren verändern wollen, geht das nur gemeinsam. Menschen wie zum Beispiel Roman Bürgi setzen sich in Bundesbern mit vollem Einsatz und viel Herzblut für Anliegen des gesunden Menschenverstands ein, bleiben dort aber oft in der Minderheit. Sie brauchen die volle Unterstützung aus dem Kanton Schwyz. Ich wünsche uns allen, dass dies gelingt. Noch mehr aber wünsche ich uns allen viel Gesundheit und Gottes Segen.