Leserbrief

Eigentor des Monats

Zum Leserbrief «Fussball-Millionengeschäft» vom 1. Juni

Da reibt man sich als Trainer der F-Schnupper des SC Schwyz verwundert die Augen und fragt sich, ob der geschätzte Herr Bucher den SC Schwyz mit der Champions League verwechselt hat. Wenn man seinen Text so liest, könnte man meinen, unsere F-Junioren würden nach dem Training im vergoldeten Whirlpool regenerieren und ihre Verträge mit der Gemeinde Schwyz per Handschlag im Luxusresort aushandeln. Um es im Fussballjargon zu sagen: Das war ein klassisches Eigentor mit Ansage, Herr Bucher! Sie schlagen da eine Flanke ins absolute Nirgendwo.

Die Realität auf unserer Sportanlage sieht nämlich ganz anders aus: Wir spielen hier nicht um Millionen, sondern um die goldene Ananas – und vor allem für das Strahlen der Kinder. Die einzige «Fussballindustrie», die wir hier betreiben, ist das fleissige Waschen von schlammigen Trikots durch engagierte Eltern. Schweizer Fussball und Millionengeschäft in einem Atemzug mit der Sanierung des Tschaibrunnens zu nennen, ist ein steiler Pass am Tor der Realität vorbei.

Als Verein übernehmen wir Woche für Woche eine riesige soziale Verantwortung für die Gemeinde. Wir holen die Kids weg von den Bildschirmen und bringen sie auf den Rasen. Hier lernen sie Teamgeist, Fairness und wie man nach einer Niederlage wieder aufsteht. Das Umbauprojekt Tschaibrunnen ist keine Investition in eine Talentfabrik für den FC Luzern, sondern eine Investition in die Zukunft unserer Kinder und ein lebendiges Schwyz. Wer hier ein Nein in den Raum stellt, stellt den Nachwuchs ins Abseits. Und das hat keines unserer Kids verdient. Schiessen wir das Projekt am 14. Juni also lieber gemeinsam ins Netz!

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