Der beantragte Kredit des Bezirksrates für die Schulhäuser Ebnet 1 und 2 ist die grösste geplante Ausgabenbewilligung seit der Südumfahrung 2017. Umso bedeutender ist die Forderung, dass der Stimmbürger transparent informiert wird. Zwar war dies in der Informationstiefe des Bau-Projektes selbst der Fall, aber es fehlt im ganzen Prozess die Gesamtübersicht der für Küssnacht angedachten Bauvorhaben der Schule: Aussergewöhnlich ist es, dass Planung und Baukredit zusammen bewilligt werden sollen.
Erstaunlich ist es, dass die noch lückenhafte Schulraumstrategie erst nach der Bezirksgemeindeversammlung präsentiert und vom Bezirksrat verabschiedet wurde. Unverständlich ist es, dass in derselben Botschaft in der Nutzungsplanung und dem Kreditantrag Ebnet unterschiedliche Daten zur Bevölkerungsentwicklung beschrieben werden. Unglaublich sind die vom Bezirk prognostizierten Schülerzahlen bis 2040/41, weil Küssnacht niemals so viele Bewohner beherbergen könnte. Unrealistisch ist die Zunahme um 290 Schüler auch deshalb, weil alle wesentlichen Prognosen schweizweit von einem Schülerrückgang oder lokal einem sehr geringen Wachstum ausgehen. Eindeutig ist es, dass die Geburtenzahlen real auch in Küssnacht und die Geburtenquote pro Frau schweizweit rückläufig ist. Und man staunt nicht schlecht, dass bereits für den Herbst der nächste Kreditantrag für schulische Zwecke vorbereitet werde.
Und trotz allem meint der Bezirksrat, Küssnacht hätte ein derart hohes Schülerwachstum, dass so teure Schulbauten noch gerechtfertigt wären. Es gibt nur eine Antwort darauf: Ein Nein an der Urne, damit man im Bezirksrat die Daten nochmals hinterfragt und erst danach wieder Projekte auf solider Zahlenbasis präsentiert werden: Für einen sorgfältigen Umgang mit Steuergeldern.

