Leserbrief

Die SP will Luftschlösser bauen!

Zum Artikel «SP plant Initiative für bezahlbaren Wohnraum» vom 20. August
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Die SP kündigte gross an, Kanton und Gemeinden zum Bau von günstigem Wohnraum verpflichten zu wollen. Das klingt gut – ist aber wiederholt mehr politisches Wunschdenken als eine realistische Lösung.

Wer über Wohnungsnot spricht, darf die Ursachen nicht ausblenden. Auch die SP wollte die Zuwanderung nicht begrenzen und heisst weiterhin Asylsuchende willkommen. Gleichzeitig werden günstige Wohnungen von den Gemeinden selbst für diese Flüchtlinge zugemietet. Diese Wohnungen fehlen damit auf dem freien Wohnungsmarkt für unsere Jungen und nicht so wohlhabende Familien.

Bauen ist in der Schweiz viel zu kompliziert und teuer geworden. In den vergangenen drei Jahrzehnten wurden Bauvorschriften, Umweltauflagen, Arbeitsgesetze sowie Denkmal- und Heimatschutz von Verwaltung und links-grünen Ideologen immer weiter ausgebaut. Dazu kommen unzählige Bewilligungsverfahren und Bürokratie. Wer heute ein Haus bauen möchte, braucht ein sehr grosses Einkommen, einen Lottogewinn oder eine Erbschaft. In Zürich dauert eine Baubewilligung heute im Schnitt 330 Tage – 2010 war es die Hälfte. Diese zusätzlichen Kosten bezahlen am Ende die Erbauer und dann die Mieterschaft.

Auch die Gemeinden können nicht einfach beliebig bauen. Viele haben selbst keine Landreserven für dringend benötigte Bauten. Bevor die SP neue staatliche Wohnbauprogramme fordert, sollte sie sich fragen: Warum nicht jene bürokratischen Fesseln lösen, die das Bauen verteuern und verhindern? Die Digitalisierung brachte nur mehr Formulare mit zig Fragen und hat keine Stellen eingespart.

Günstiger Wohnraum entsteht nicht durch Wünsche, sondern durch mehr Angebot, weniger Bürokratie, vernünftige Vorschriften und realistische Zuwanderungs- und Asylpolitik. Sonst bleibt die SP-Forderung ein Luftschloss ohne Fundament und umsetzbare Lösungen.