Economiesuisse verlangt mehr vom Gleichen. Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Die ständige Wohnbevölkerung der Schweiz ist auf 9’048’900 angewachsen, seit der Einführung der Freizügigkeitsabkommen 2002 sind es 1,75 Millionen mehr. Das ist ein Wachstum von 24 Prozent in 22 Jahren.
Die Folgen sind überall sichtbar: Die Krankenkassenprämien sind real um 116,52 Prozent gestiegen, während die Löhne nur um 13,11 Prozent zulegten. Die SBB-Personenfahrten haben sich in 25 Jahren verdoppelt, von 0,6 Millionen pro Tag auf 1,43 Millionen. Die Inlandsproduktion bei Nahrungsmitteln sank von 62 auf 50 Prozent. Jeder zusätzliche Zuwanderer braucht Wohnraum, Spitalbett, Schulplatz, Strom – und damit wieder Personal. Eine Spirale ohne Ausgang.
Was bedeutet das für uns? Die Schweiz wächst, aber die Schweizer werden nicht reicher. Die Reallöhne sanken, die Wohnungsknappheit ist eine direkte Folge des Bevölkerungswachstums. Die Leerwohnungsquote fiel unter ein Prozent, die Angebotsmieten stiegen doppelt so schnell wie die Inflation. Wer auf Wohnungssuche war, kennt die Realität.
Die Nachhaltigkeitsinitiative bietet eine Chance, diesem Wachstum entgegenzusteuern. Sie setzt einen Plafond von zehn Millionen Einwohnern vor 2050 und schafft ein Stufenmodell, um das Wachstum zu bremsen. Am 14. Juni entscheidet das Stimmvolk, ob es weiterhin den Wohlstand der Konzernlobby finanziert – oder den eigenen schützt. Ja zur Nachhaltigkeitsinitiative.
