Der SC Schwyz definiert sich nicht über eine Ligazugehörigkeit, sondern als Verein mit grosser Junioren- und Juniorinnenabteilung und hoher sozialer Bedeutung für die Gemeinde. Zudem verfügt dieser «3.-Liga-Verein», erstaunlicherweise unerwähnt im Leserbrief von Frau (!) Bürgler, über eine der grössten Mädchen- und Frauenfussballabteilungen der Zentralschweiz.
Sportanlagen sind keine Luxusobjekte, sondern öffentliche Infrastruktur, genauso wie die von Frau Bürgler zitierten Schulhäuser oder Strassen. Die Investition dient dem Erhalt einer bestehenden Anlage, die intensiv genutzt wird und seit 40 Jahren nicht erneuert wurde. Das Wintersried ist für die Juniorinnen und Junioren des SC Schwyz keine echte Alternative: schwer erreichbar für die kleinsten Kinder und ohne unmittelbare Nähe zu Schulen oder Quartieren. Zudem ist hinlänglich bekannt, dass auch die Kapazitäten im Wintersried an ihre Grenzen stossen.
Die Kritik am Restaurantbetrieb oder an Werbeeinnahmen wirkt zudem etwas scheinheilig: Jeder Verein braucht Einnahmen, um den Betrieb aufrechtzuerhalten und die Belastung der Mitgliederbeiträge möglichst tief zu halten.
Auch ein Vergleich mit dem Mythenforum ist, schreiben wir es diplomatisch, eher wenig zielgerichtet. Über unterschiedliche Projekte mit komplett unterschiedlichen Dimensionen (3,2 gegenüber 20 Millionen Franken) darf und soll separat diskutiert werden. Ein Verzicht auf eine Sportanlage finanziert keine anderen Projekte.
Am Ende geht es um die Frage, ob wir eine Gemeinde wollen, die den Breitensport stärkt – oder eine, die alles nur noch unter dem Blickwinkel der kurzfristigen Kosten betrachtet. Daher sage ich, wie auch sämtliche Ortsparteien und der Gemeinderat, Ja zum Tschaibrunnen und Ja zum Erhalt der bestehenden Sport- und Freizeitanlagen.

