Leserbrief

Die Gesundheitskosten verschwinden nicht

Zur Abstimmung über die kantonale Initiative «Kaufkraft stärken – Prämienverbilligung auch für den Mittelstand» vom 14. Juni

Die steigenden Krankenkassenprämien belasten viele Menschen massiv. Gerade der Mittelstand spürt zunehmend, dass am Ende des Monats weniger im Portemonnaie bleibt. Auch die hohen Mieten und allgemeinen Lebenshaltungskosten verschärfen die Situation zusätzlich. Deshalb verstehe ich durchaus, weshalb die SP mit ihrer Initiative die individuelle Prämienverbilligung im Kanton Schwyz erhöhen möchte. Trotzdem bin ich überzeugt, dass dieser Weg der falsche ist.

Die Gesundheitskosten steigen seit Jahren ungebremst. Diese Kosten verschwinden nicht einfach, nur weil ein grösserer Teil davon über Steuergelder statt über Prämien bezahlt wird. Am Ende bezahlen wir alle, entweder über die Krankenkassenprämien oder über höhere Steuern. Die entscheidende Frage ist lediglich, aus welcher Kasse das Geld kommt.

Die hohen Prämien erzeugen heute wenigstens einen gewissen Druck auf Politik, Versicherer, Leistungserbringer und weitere Akteure im Gesundheitswesen. Die Bevölkerung ist immer weniger bereit, die stetigen Kostensteigerungen einfach hinzunehmen. Genau dieser Druck ist wichtig, damit endlich ernsthaft über die Kostentreiber gesprochen wird.

Wenn wir die Prämien künstlich abfedern oder faktisch deckeln, besteht die Gefahr, dass dieser Druck nachlässt und die eigentlichen Probleme aus dem Blick geraten. Statt nur Symptome zu lindern, müssten wir uns vielmehr fragen, wie die Kostenentwicklung insgesamt gebremst werden kann. Dazu gehört auch eine gewisse Eigenverantwortung jedes Einzelnen. Darum stimme ich überzeugt Nein zur SP-Initiative.

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