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Leserbrief

Die FDP Zug tickt vernünftig

Zu den Bilateralen III

An der Generalversammlung der FDP Zug hat Urs Wietlisbach, Mitgründer der Partners Group und Initiant des Kompass-Volksbegehrens, die Partei FDP Schweiz sowie prominente Befürworter der Abkommen wie Ständerat Matthias Michel scharf attackiert. Man kann diesbezüglich ohne Übertreibung von einem gnadenlosen Rundumschlag reden.

Zur Erinnerung: Der Schweizer Freisinn hat sich im Herbst 2025 klar positioniert. An der Delegiertenversammlung in Bern stimmten die FDP-Delegierten mit 330 zu 104 Stimmen den EU-Verträgen zu und lehnten mit 232 zu 189 Stimmen das Ständemehr ab. Die Delegierten der FDP Zug wurden damit überstimmt.

Mich freute dieser Rundumschlag. Die Bilateralen III zerstören unsere Demokratie, und wir unterwerfen uns einer Institution, welche keinen Respekt vor den persönlichen Rechten und vor der Meinungsfreiheit hat. Wer opponiert, dem werden die Konten gesperrt, und er darf nicht mehr reisen. Es herrscht Sippenhaft, wie im Mittelalter. Die Schweiz sollte von der EU so viel Abstand halten wie nur möglich. Die EU widerspricht jeglichen liberalen Werten.

Erfreut war ich dann aber, dass in der Abstimmung für die Initiative «Keine 10-Millionen-Schweiz!» zwar, wie erwartet, ein Nein erfolgte – aber überraschend viele Altfreisinnige Ja sagten, denn echte Liberale üben sich nicht in Bashing, sondern versuchen, lösungsorientiert zu argumentieren. Ich auf jeden Fall werde mit Freuden Ja zur Initiative «Keine 10-Millionen-Schweiz!» sagen, und wenn das uns von der EU entfremdet, umso besser für uns alle.