In Tuggen stirbt ein junger Mann, mutmasslich ist der Täter ein bekannter Rechtsextremer. Es ist zu begrüssen, dass Medien und Behörden vorsichtig sind und nicht wild drauflosspekulieren. Nun jedoch zeigen diverse Berichte ein klares Bild. Und dennoch hat Sicherheitsdirektor Schuler nicht den Mut, zu benennen, was Sache ist.
Die Frage muss erlaubt sein: Wäre der mutmassliche Täter einem anderen ideologischen Spektrum zuzuordnen, wären die rechten Parteien und die Regierung auch so zurückhaltend? Schuler geht noch weiter, er lenkt aktiv vom offensichtlichen Problem ab, verweist auf die Geschehnisse in Frankreich, statt auf seinen Zuständigkeitsbereich zu achten. Und er tut dies in einer Wortwahl, die an der Ausgewogenheit seiner Informationsquellen zweifeln lässt.
Es ist auch nicht das erste Mal, dass Schuler den Rechtsextremismus verharmlost und auf andere Formen des Extremismus ablenken will. Wir erinnern uns an die Geschehnisse rund um den Ku-Klux-Klan-Skandal. Er erwähnt oft, dass er alle Formen gleich ernst nehme.
Es wäre simpel. Geschieht eine rechtsextreme Tat, benennt man den Rechtsextremismus. Wäre es eine linksextreme Tat, würde er ja auch den Linksextremismus benennen und nicht noch «aber die Rechten» nachschicken. Ich erwarte hier den Tatbeweis, Schuler muss endlich auch den Rechtsextremismus klar benennen. Ansonsten stellt sich die Frage, was Schuler lieber beschützen will: die Schwyzer Bevölkerung oder sein Weltbild?

