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Leserbrief

Das vermeidbare Leiden

Zur Brandkatastrophe in Crans-Montana

Ich kann nachvollziehen, was die Todesopfer erleiden mussten und auch, was diejenigen nun erdulden müssen, die damit weiterleben, leiden und kämpfen dürfen, nach der vermeidbaren Brandkatastrophe in Crans-Montana. Mein Vater hat ein ähnliches Schicksal erlebt und ist bei einem Brand ebenfalls ums Leben gekommen.

Ich hoffe, dass alle die beste medizinische, psychologische und auch materielle Unterstützung erhalten, dies nicht nur momentan, sondern auch noch nachhaltig in der Zukunft. Ich weise in meinen Leserbriefen immer wieder auf die politische Verantwortung hin, die die Politikerinnen und Politiker auf sich nehmen, wenn sie ein Mandat annehmen. Insbesondere bei Mandaten auf den Stufen Gemeinderat, Bezirksrat, Regierungsrat und Bundesrat. Sie alle sind bei der Annahme in der Pflicht als unsere Vertretungen bei den Behörden. Diese Verantwortung müssen sie mit ihren Sekretärinnen und Sekretären in den Verwaltungen umsetzen, damit unsere Gesetze und Verordnungen umgesetzt werden.

Im vorliegenden tragischen Ereignis wird wahrscheinlich einmal mehr die zuständige Partei, der der Gemeinderat oder die Gemeinderätin in Crans-Montana angehört, nicht in die Verantwortung genommen. Leider ist das nicht nur im Kanton Wallis gang und gäbe. Für mich eine verantwortungslose Vorgehensweise, in welcher über Jahre offensichtlich geschlampt wurde rund um den Zuständigkeitsbereich im Bauwesen. Die heftige internationale Kritik kann ich verstehen, wo ist die sichere Schweiz geblieben?

Die Parteien sollten wieder lernen, nicht die Quoten zu priorisieren, sondern sich auf die Eignung und die Qualität ihrer Kandidatinnen und Kandidaten zu konzentrieren, die wir dereinst wählen sollten.