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Leserbrief

Das ist eine Opfer-Täter-Umkehr

Zum Leserbrief «Friedenstauben spalten?» vom 30. Dezember

Herr Prachoinig gehört nicht zufällig der SVP an. Einer Partei, welche unter Frieden Akzeptierung der Unterjochung des Schwächeren, Verschleppung, Vergewaltigung, Okkupation und Nicht-Wiedergutmachung versteht, damit eben die Angehörigen dieser Partei wieder mit dem Aggressor und Terroristen ins Geschäft kommen können und endlich für uns Ruhe einkehrt. Deshalb ist es für diese Partei wichtig, Herrn Pelda vor dem hiesigen Leserpublikum zu denunzieren. Im Gegensatz zu Herrn Prachoinig weiss Kurt Pelda, wovon er schreibt. Er kennt die Ukraine, welche er immer wieder bereist und von deren Front er berichtet.

Herr Prachoinig macht nach trumpscher Manier den Täter zum Opfer. Er behauptet, in der Ukraine seien die Ukrainerinnen und Ukrainer unterdrückt worden. Ja, sie wurden und werden unterdrückt von Putins Marionette Janukowitsch (welcher von den Ukrainerinnen und Ukrainern zum Teufel geschickt wurde) und vom gesuchten Gewaltverbrecher Putin selbst. Dagegen ist das ukrainische Volk aufgestanden und hat mit grossem Mut und Verstand seine Werte gegen ein Land des Mittelalters (mit Atomwaffen aus der Ukraine) verteidigt.

Wenn Sie, Herr Prachoinig, hier sachlich schreiben würden, würden Sie anerkennen, wer hier angegriffen und vernichtet werden soll. Bis jetzt waren die einzigen Friedensbemühungen aus SVP-Kreisen, an der ukrainischen Grenze den geflüchteten Kindern zu Beginn des Krieges Schoggolädli zu verteilen, so wie es Nationalrat Grüter medienwirksam inszeniert hatte. Oder wie es Viktor Jerofejew schreibt: «Als der Krieg in der Ukraine begann, erblindete Europa vollends.» Der Verrat nimmt seinen Lauf.