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Leserbrief

Damit es allen gut geht

Zum Leserbrief «Wer zahlt was?» von Gian Reto Rodigari vom 28. März

Kürzlich stellte Gian Reto Rodigari in seinem Leserbrief die Frage, wer schuld sei, dass wir Prämienverbilligung brauchen. Die Prämienverbilligung gibt es seit 1996. Als damals das Krankenversicherungs-Obligatorium eingeführt wurde, wollte man verhindern, dass einkommensschwache Haushalte deswegen in die Armut geraten. Personen und Familien mit bescheidenem Einkommen sollten mit Prämienverbilligungen finanziell entlastet werden, damit niemand mehr als acht Prozent des Einkommens für die Krankenkassenprämien bezahlen müsse.

Heute gibt es auch im Kanton Schwyz sehr viele Menschen, die deutlich mehr ihres Einkommens für die Krankenkassenprämien aufwenden müssen. In den letzten zehn Jahren stiegen die Krankenkassenprämien um 30 Prozent! Eine vierköpfige Familie mit einem minderjährigen Kind und einem Kind in Ausbildung zahlt im Kanton Schwyz 18’204 Franken. Gleichzeitig stiegen auch die Mieten, Energiekosten und Lebensmittel, während die Löhne fast stagnierten.

Ohne staatliche Unterstützung würden sehr viele Menschen trotz festem Arbeitsplatz all ihre Rechnungen nicht mehr zahlen können. Das Prämienverbilligungssystem hat sich über all die Jahre bewährt und ist mit den ständig gestiegenen Krankenkassenprämien noch nötiger geworden.

Doch leider gehören die Beiträge des Kantons Schwyz schon immer zu den tiefsten der Schweiz. Obwohl Schwyz regelmässig hohe Rechnungsüberschüsse macht und nun ein Eigenkapital von 950 Millionen besitzt, zahlt Schwyz nur das vom Bund vorgegebene Minimum an die Prämienverbilligung und will dies leider auch in Zukunft so tief lassen. Es wäre an der Zeit, dass auch der Kanton Schwyz uns Schwyzerinnen und Schwyzer wenigstens gleich viel Prämienverbilligung bezahlt wie die anderen Kantone. Es wäre problemlos möglich.

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