Der Kanton Schwyz hat seinen Geldspeicher (Eigenkapital) sehr prall gefüllt. Dies, obwohl der Kanton Jahr für Jahr verspricht, dieses Eigenkapital zu reduzieren und den Geldspeicher nicht über eine Jahreseinnahme der Steuern füllen zu wollen. Mit diesem Versprechen tut sich unsere bürgerliche Regierung, unterstützt vom Kantonsrat, schwer.
Leider hat die Politik im Kanton Schwyz keine kreativen Ideen – man müsste nur nach unserem Nachbarkanton Zug schielen und könnte da etwas nachmachen (Krankenkassenprämienverbilligung für alle). Sparsamkeit ist eine Tugend – Geiz ist es nicht. Eben wie Dagobert Duck – je praller sein Geldspeicher gefüllt ist, umso geiziger wird er. Entschuldigung, aber das Verhalten des Kantons scheint mir gerade gleich zu sein. Dies ist für mich das «Gefühlsargument», um ein Ja für diese Initiative einzulegen.
Es gibt für mich persönlich aber noch ein Verstandesargument: «Economy of Scale» gilt auf der ganzen Welt. Übersetzt: Je mehr man in einem eingespielten, standardisierten Prozess verarbeiten kann, umso effektiver wird er. Der Prozess der Krankenkassenprämienverbilligung ist seit Jahrzehnten eingespielt und bewährt. Es braucht null Zusatzaufwand, um etwas mehr Geld an die Schwyzer Bevölkerung zu verteilen und diesen Prozess noch effektiver zu nutzen.
Was werden die Familien dann mit diesem Geld tun, das sie nicht mehr für Krankenkassenprämien ausgeben müssen? Meiner Meinung nach wird es zu einem grossen Teil in die Schwyzer Wirtschaft investiert (konsumiert) und trägt – im Gegensatz zum Eigenkapital des Kantons – dazu bei, dass es uns allen noch besser gehen wird. Ich stimme also mit Herz und Verstand überzeugt Ja für die Kaufkraftinitiative und hoffe natürlich, dass der geneigte Leserbriefleser es mir nachtut. Vielen Dank!
