Leserbrief

Buosingen: Kommunikation à la Bern

Zum Artikel «Mit Sicherheitspersonal: Das Asylprojekt wird ausgestellt» vom 20. Mai

Im August 2025 hat die IG Buosingen fristgerecht eine kritische Stellungnahme zum geplanten Bundesasylzentrum Buosingen eingereicht. Bis heute, fast neun Monate später, haben wir keinerlei Antwort erhalten. Umso irritierender ist es, dass nun kurzfristig eine Ausstellung zum Projekt angekündigt wird, mit einem Vorlauf von gerade einmal zwei Tagen. Es stellt sich die Frage, was für eine Form der Kommunikation hier gepflegt wird. Ist das die Art von Kommunikation, die man mit einem Bundesasylzentrum für abgewiesene Asylsuchende mitgeliefert bekommt?

Besonders stossend erscheint mir in diesem Zusammenhang auch noch der Hinweis, «dass auf dem Areal keine Parkierung für Besucher zur Verfügung steht», obwohl neben der Milsich-Halle ein riesiger, leerer Parkplatz ist. Ein Bundesamt für Bauten und Logistik (BBL) ist anscheinend nicht in der Lage, auf Bundesboden eine praktikable Parklösung für die Schwyzer Bevölkerung zu organisieren.

Es drängt sich mir der Eindruck auf, dass die Bevölkerung zwar eingeladen wird, sich ein Bild zu machen, aber gleichzeitig soll sie vom tatsächlich zahlreichen Besuch abgehalten werden. So entsteht kein Vertrauen, sondern eine zunehmende Frustration.

Ein Asylprojekt dieser Tragweite verlangt Transparenz, Klarheit und Respekt gegenüber der betroffenen Bevölkerung. Dazu gehört insbesondere auch, dass eingereichte Stellungnahmen beantwortet werden und Informationen frühzeitig und offen kommuniziert werden.

Stattdessen erleben wir derzeit eine untragbare Vorgehensweise. Die Verantwortung dafür tragen nicht nur die Bundesstellen, sondern ebenso die beteiligten lokalen Behörden, namentlich der Gemeinderat Arth und der Regierungsrat Schwyz, die das Projekt mittragen.

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