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Leserbrief

Blitzkästen

Zum Artikel «Diese Blitzkästen bringen am meisten Geld rein» vom 1. April

Es dürfte wohl weitgehende Einigkeit darüber herrschen, dass Geschwindigkeitskontrollen auf den Strassen notwendig sind, damit nicht jede und jeder nach Belieben in Wildwestmanier herumrasen kann. Die Polizei argumentiert im Prinzip richtig, wenn sie sagt, die Kontrollen durch stationäre Blitzkästen würden der Sicherheit dienen und deshalb vor allem an sogenannten «Unfall-Hotspots» installiert.

Um dieser Argumentation Glaubwürdigkeit zu verschaffen, wäre eine Information am Strassenrand mit dem Hinweis auf stationäre Radarkontrollen zwingend notwendig – so wie man das, vor allem im Ausland, oft sieht. Der Hinweis, die Standorte der stationären Blitzkästen würden auf der Homepage der Polizei publiziert, hat eher den Anschein einer verlegenen Rechtfertigung. Bei ortskundigen Automobilisten könnte diese Argumentation noch greifen, aber bei Transittouristen? Denn wer informiert sich über die Standorte der möglichen Radarkontrollen vor einer langen Reise, um mögliche Gefahrenstellen, wo diese Kästen ja aufgestellt sind, zu eruieren? Und dies während der Fahrt zu tun, ist verboten und sehr gefährlich. Radarwarngeräte sind ebenso verboten.

Wenn es also wirklich mit diesen stationären Radarkontrollen in erster Linie um die Sicherheit gehen würde, wäre es unerlässlich, am Strassenrand darauf hinzuweisen. Die Busseneinnahmen würden dadurch wohl einen empfindlichen Dämpfer erfahren. Mobile Radarkontrollen, ohne vorgängige Publikation, dürften wohl die grösste disziplinierende Wirkung erzielen, weil man sich nie sicher sein kann, ob man nicht irgendwo geblitzt wird, wenn man sich nicht an die Geschwindigkeitslimiten hält. Diese dienen am wirkungsvollsten der Sicherheit.

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