Leserbrief

Bitte nicht so dick auftragen

Zu den Abstimmungen über die Vorlagen «Mietrecht: Untermiete» und «Mietrecht: Kündigung wegen Eigenbedarfs»

Bitte nicht so dick auftragen. «Die Immobilien-Lobby will mit den beiden Vorlagen, über die wir am 24. November abstimmen, den Kündigungsschutz aufweichen, um so die Mieten erhöhen zu können», dies habe ich kürzlich in einem Leserbrief gelesen.

Als Präsident des Hauseigentümerverbands (HEV) Küssnacht kann und will ich dies so nicht stehen lassen. Die zwei Gesetzesrevisionen zur Stärkung der Vermieterrechte, die notabene vom Parlament beschlossen wurden, sind vor allem aufgrund neuer Situationen auf dem Wohnungsmarkt und im Sinne einer Rechtssicherheit geschaffen worden. So zum Beispiel, dass Abmachungen schriftlich festzuhalten und Kriterien verbindlich zu definieren sind. Notabene für beide Parteien, nicht nur für den Vermieter. Weiter verhindert das neue Gesetz missbräuchliche Untermieten.

Wer seine Mietwohnung zu einem überhöhten Preis untervermietet (Airbnb, Business-Apartments et cetera), nutzt die Wohnungsknappheit zum eigenen Profit. Das gilt es zu verhindern. Wichtig ist meiner Meinung nach auch, dass Private, die sich mit ihrem Ersparten eine Wohnung kaufen, diese in absehbarer Frist auch selbst nutzen dürfen. Das Gleiche gilt für KMU, die auf zusätzlichen Raum angewiesen sind. Die bewährte Schweizer Wohnungspolitik ist keine Selbstverständlichkeit.

Beide Vorlagen sind für mehr Rechtssicherheit, für den Schutz des Eigentums und für eine faire Wohnungspolitik geschaffen worden. Darum stimme ich am 24. November zweimal Ja.

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