Leserbrief

Augenwischerei in Buosingen

Zum Artikel «So wurde aus einem Nein ein Ja zum Asylzentrum» vom 19. August
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Es ist ein verheerendes Signal, das die neusten Entwicklungen um das geplante Bundesasylzentrum (BAZ) in Buosingen aussenden. Wer glaubt, mit ein paar kosmetischen Retuschen an Baukörpern und Zäunen eine geschützte Kulturlandschaft retten zu können, betreibt reine Augenwischerei.

Noch im März 2023 sprach sich die Eidgenössische Natur- und Heimatschutzkommission (ENHK) klipp und klar gegen eine Überbauung des ehemaligen Campingareals aus und bemängelte eine «voraussichtlich schwerwiegende Beeinträchtigung» des geschützten BLN-Objekts. Nun soll plötzlich, nur weil fünf kleinere Bauten statt zwei grosser Blöcke geplant sind, alles nur noch eine «leichte Beeinträchtigung» sein? Ein Schelm, wer Böses dabei denkt. Dass die ENHK selbst einräumt, der Charakter der Anlage wirke nach wie vor «fremd in der Kulturlandschaft», entlarvt den angeblichen Umdenkprozess als faulen Kompromiss auf dem Buckel unserer Region.

Das Gebiet unterhalb der Bernerhöhe zwischen Rigi, Rossberg und Lauerzersee ist ein empfindliches Naturjuwel und ein zentraler Wildtierkorridor. Dieser einmalige Lebensraum verträgt keine Grossasylunterkunft. Schon das gescheiterte Projekt im Wintersried Seewen hat gezeigt, wie fehlerhaft der Bund bei der Standortevaluation vorgeht. Schutzziele werden systematisch ausgeblendet, um die verfehlte Bundesasylpolitik auf dem Buckel der Schwyzer Gemeinden durchzudrücken.

Als Schwyzer Nationalrat sage ich klar: Wir lassen nicht zu, dass unsere Kulturlandschaft verbaut wird. Der Kanton Schwyz darf nicht zum Abladeplatz für verfehlte Bundespläne werden. Ich werde mich weiterhin mit aller Vehemenz für den Erhalt unserer Heimat, Natur und Sicherheit einsetzen. Ebenfalls erwarte ich von «grünen Politikern», dass sie endlich Farbe bekennen gegen die Verbauung unseres Lebensraums!

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