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Leserbrief

Augen auf beim Ausverkauf

Zum Leserbrief «Nur das Minimum für Prämienverbilligung» von Andreas Marty vom 27. Dezember

Beim Ausverkauf locken Rabatte: «30 Prozent!» – und viele fragen nicht mehr, ob der Pullover zuvor überteuert war. Hauptsache Rabatt. Ähnlich argumentiert die SP in ihrer Prämieninitiative «Kaufkraft stärken – Prämienverbilligung auch für den Mittelstand». Man spricht von Verbilligung, aber kaum darüber, was am Ende tatsächlich bezahlt werden muss und woher das Geld für die Verbilligung kommt.

Alt-Kantonsrat Andreas Marty (SP) kritisiert in seinem Leserbrief, dass der Kanton Schwyz nur das Minimum an Prämienverbilligung zahle. Er schaut auf den «Rabatt», nicht auf den Endpreis. Entscheidend ist, was Haushalte effektiv bezahlen – und Schwyz gehört zu den Kantonen mit den tiefsten Krankenkassenprämien. Der Kanton Schwyz bezahlte 2025 94 Millionen Franken (!) an Prämienverbilligungen – ungefähr so viel wie die gesamten kantonalen Infrastrukturinvestitionen 2026. Von «Minimum» kann keine Rede sein.

Auch der Initiativtitel «Kaufkraft stärken» führt in die Irre. Dem Mittelstand zuerst mehr Steuern abzunehmen und das Geld danach als Prämienverbilligung (zurück)zu verteilen, ist weder effizient noch stärkt es die Kaufkraft.

Ja, die steigenden Prämien sind ein grosses Problem. Die SP-Initiative löst es aber nicht, sondern betreibt Symptombekämpfung. Nötig sind Massnahmen gegen die Ursachen und der Abbau von Fehlanreizen im Gesundheitswesen. Das sah auch der Schwyzer Kantonsrat so und hat die Initiative deutlich abgelehnt.

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