Leserbrief

Angst ist eine der wirkungsvollsten Drogen

Zum Hantavirus

Wenn ich die Hysterie rund um das Hantavirus und um Ebola zur Kenntnis nehme, frage ich mich, ob die Verbreiter dieser Hiobsbotschaften sich vorgängig über die Infektionswege informiert haben. Ich fühle mich ins Jahr 2020 zurückversetzt, als die Massnahmen gegen das «harmlose» SARS-Virus Corona wohl mehr Leid gebracht haben als das Virus selbst, und muss ganz trocken feststellen, dass es uns viel besser ginge, wenn Angstverbreitung nur gegen Zulassung und Rezept erlaubt wäre.

Leider haben wir immer noch genügend Multiplikatoren, welche die Angst von selbst verbreiten; ob mit wirtschaftlichen Hintergedanken oder nicht, lasse ich mal offen. Die Angst vor Infektionskrankheiten kann strategisch verstärkt werden, um das Verhalten der Öffentlichkeit zu beeinflussen, Regierungen zu beeinflussen und Chancen für diejenigen zu schaffen, die von der Panik profitieren können.

Wissenschaftler drängen sich in diesem Wettlauf, wer die schlimmsten Apokalypsen verbreiten kann, vor. Sie und Politiker wähnen sich wie Hauptdarsteller in einem Hollywood-Film über eine Epidemie. Wir leben seit Anfang unserer Existenz mit Viren, und die wenigsten sind für uns gefährlich. Aber Viren sind unsichtbar, und wenn man uns lange genug einbläut, wie böse sie sind, bekommen wir Angst. Und Angstverbreitung entbindet uns davon, zu argumentieren, Fakten zu analysieren.

Später werden alle sagen, wir haben es nicht wissen können, und es ist wie beim Klima, beim Ukraine-Krieg und vielen anderen Themen: Wir haben uns nicht informiert, sondern anderen zugehört, die weder eine Übersicht haben noch unabhängig sind, geschweige denn mit lauteren Absichten informieren. Das Drehbuch der sogenannten Experten ist immer das Gleiche und so leicht zu durchschauen. Angst ist eine Droge, und sie wird auch so eingesetzt.