Leserbrief

Ablenkung durch Smartphones im Auto

Zum Artikel «Junge Autofahrer sind stark durch Smartphones abgelenkt» vom 8. Juli

Immer wieder sehe ich Autolenker, die ihr Smartphone während der Fahrt benutzen. Anscheinend sind die Sanktionsmöglichkeiten für dieses gefährliche Verhalten zu wenig abschreckend oder die Wahrscheinlichkeit, gebüsst zu werden, zu gering. Anders lässt sich dieses weit verbreitete, verantwortungslose Verhalten nicht erklären. Unfälle passieren ja nicht einfach, sie werden verursacht, sei es durch Unachtsamkeit oder Ablenkung infolge grobfahrlässigen Verhaltens. Beispielsweise auf der Autobahn durch zu dichtes Aufschliessen. Wenn dann noch das Smartphone ablenkt, ist es nicht mehr weit zum Unfall.

Die Folgen davon: menschliche Tragödien und enorme Kosten für die Allgemeinheit. Je nach Quelle soll für bis zu 36 Prozent der Unfälle der Gebrauch des Smartphones Ursache für den Unfall gewesen sein. Keine Bagatelle, kein Kavaliersdelikt also. Was tun? Wahrscheinlich könnten nur drakonische Massnahmen eine Verhaltensänderung hin zum Verzicht der Smartphonebenutzung während der Fahrt bewirken. Wie wäre es, wenn Fehlbare mit einer Busse von zum Beispiel 5000 Franken und einem Ausweisentzug von drei Monaten belegt würden, verbunden mit einer Verwarnung, dass im Wiederholungsfall das Smartphone gleich vor Ort vor ihren Augen geschreddert würde? Nachdem erste Beispiele davon dann medienwirksam verbreitet worden wären, wirkte das gewiss als Motivationsschub für einige Unverbesserliche, auf das Handy am Lenkrad zu verzichten. Und auch hier gilt ganz grundsätzlich: Wo ein Wille ist, ist ein Weg.