In ihrem Leserbrief schreibt Gaby Ulrich, dass für das Bundesasylzentrum (BAZ) in Goldau 24 Millionen Franken ausgegeben werden sollen, während für die Einheimischen kein Geld für bezahlbaren Wohnraum, Prämienverbilligung und die AHV da sei. Diese Aussage von Frau Ulrich ist jedoch frei erfunden. Sie ist falsch, weil das BAZ vollumfänglich vom Bund bezahlt wird, der jedes Jahr recht viel Geld für die Prämienverbilligung und an die AHV zahlt. Dass wir im Kanton Schwyz keine Unterstützung für bezahlbaren Wohnraum und nur minimale Prämienverbilligung bekommen, liegt also nicht am BAZ, sondern an unseren Schwyzer Politikern.
Trotz eines riesigen Eigenkapitalbergs des Kantons von 950 Millionen Franken verweigern die Kantons- und Regierungsräte von SVP und FDP der Schwyzer Bevölkerung Massnahmen für bezahlbaren Wohnraum und mehr Prämienverbilligung. Stattdessen gewähren sie immer wieder Steuergeschenke für Milliardäre. An der fehlenden oder minimalen Unterstützung für Herr und Frau Schwyzer sind darum all diejenigen schuld, welche immer wieder die Schwyzer Spar- und Abbaupolitik unterstützen.
An der Abstimmung vom 14. Juni wird es eine Gelegenheit geben, den Kanton zu zwingen, mehr Prämienverbilligung zu zahlen. Das Schwyzer Stimmvolk wird dann über die Kaufkraft-Initiative der SP abstimmen können. Diese fordert, dass der Kanton Schwyz künftig wenigstens gleich viel Prämienverbilligung bezahlen soll wie die anderen Kantone. Ich hoffe, dass Gaby Ulrich dann auch nochmals einen Leserbrief schreibt und dem Stimmvolk aufzeigt, wie wichtig diese Unterstützung für unsere Schwyzer Bevölkerung ist.

