Umfrage zum Zuger Strandbad: Soll es ganzjährig  genutzt werden? Die Bevölkerung redet mit

ZUG ⋅ Bei der Erweiterung der Anlage in Zug sollen auch Wünsche der Bevölkerung berücksichtigt werden.

12. August 2020, 05:11

Désirée Hotz

Noch bis am 23. August haben die Zugerinnen und Zuger Zeit, sich bei der Zukunftsgestaltung des Strandbads einzubringen. Dieses wird auf der daran grenzenden Oeschwiese erweitert. Mit der von der Stadt Zug initiierten Umfrage, welche sowohl online als auch im Strandbad selbst auffindbar ist, werden die Bedürfnisse der Bevölkerung abgeholt. «Das Interesse an der Mitwirkung ist sehr gross und wir freuen uns über die rege Beteiligung der Bevölkerung», sagt Eliane Birchmeier, Vorsteherin der Bauabteilung der Stadt Zug.

Bis letzte Woche hätten 470 Personen die Fragen online beantwortet und 280 Personen den Fragebogen in Papierform ausgefüllt. Zu allfälligen Trends könne Birchmeier noch nichts sagen, da die Auswertung erst erfolge, nachdem die Umfrage beendet worden sei.

Wie genau das Bauprojekt dann aussehen wird, ist deshalb noch unklar. Man wolle dabei auch tatsächlich auf die Resultate der Umfrage eingehen. «Die Umfrage betrachten wir als sehr wichtiges Element», stellt Birchmeier klar, «die Erkenntnisse fliessen in die Planung ein und bilden eine wichtige Grundlage für den Wettbewerb».

Die Ausschreibung eines Wettbewerbs dient dazu, die Ausarbeitung des Projektes zu evaluieren, was voraussichtlich bis Ende 2021 geschehen soll.

Bereits jetzt zeichnet sich jedoch ab, dass das Strandbad nicht nur in den Sommermonaten einen Treffpunkt darstellen soll. «Es soll ausserhalb der Badesaison als Naherholungsgebiet für die Zuger Bevölkerung zugänglich sein. Vorstellbar ist ein einfacher Bistrobetrieb im Freien, der ganzjährig je nach Witterung und Wochentagen offen hat», meint Birchmeier.

Parkplätze sollen nicht ausgebaut werden

Nicht geplant sei hingegen der Ausbau der Parkplätze beim Strandbad – obwohl man im Brüggli häufig die Erfahrungen macht, dass an schönen Tagen mit vielen Besuchern ein Chaos herrscht. Hierzu meint Birchmeier: «Das Strandbad befindet sich an idealer Lage mit Anbindung an Bus und Stadtbahn.» Für Autofahrer gäbe es in der Umgebung genügend Parkplätze, beispielsweise bei der Bossard-Arena oder der kantonalen Verwaltung.

Dem Ausbau des Strandbads war ein jahrelanges Tauziehen mit der früheren Eigentümerin der Oeschwiese, eine Erbengemeinschaft, vorausgegangen. Dieses wurde schlussendlich im September 2019 beendet: Die Wiese ging für den Betrag von 4,7 Millionen Franken an die Stadt über. Zuvor war sogar eine Enteignung im Raum gestanden.

Das Bootshaus, welches sich auf der Oechwiese befindet, bleibt jedoch in Privathand. Man einigte sich darauf, es in Richtung Hafen zu verschieben. Doch bisher hat sich das Haus keinen Zentimeter weit bewegt. «Die Verschiebung ist Sache der Eigentümerschaft des Bootshauses», erklärt Eliane Birchmeier. Die Baubewilligung sei im Juni dieses Jahres erteilt worden. Die Bauvorsteherin macht deutlich: «Spätestens zum Baubeginn des neuen Strandbads muss das Bootshaus verschoben sein.»


Login


 

Leserkommentare