Steinhauser Stimmende genehmigen einen Planungskredit über 2,1 Millionen Franken für einen Wärmeverbund

ZUG ⋅ Die Stimmberechtigten folgten grossmehrheitlich den Anträgen des Gemeinderats; mit einer Ausnahme.

23. Juni 2022, 22:47

Vanessa Varisco

Die Gemeindeversammlung sprach dem Steinhauser Gemeinderat ihr Vertrauen aus – grossmehrheitlich. Mit hohem Tempo wurden die ersten fünf Traktanden abgearbeitet, darunter unter anderem die Rechnung, die mit einem Plus von 20'000 Franken schloss. Weiter genehmigte man einstimmig einen Baukredit für den Einbau einer mobilen Glaswand beim gedeckten Vorraum der Abdankungshalle sowie für die aufwertenden Sanierungsarbeiten in den öffentlich zugänglichen Innenräumen und bei der Zugangsrampe auf dem Friedhofsareal Erli.

Laut Gemeinderat Markus Amhof seien die Sanierungsarbeiten sinnvoll und notwendig – vor allem auch deshalb, weil die 60 bis 80 Trauerfeiern, die jährlich in Steinhausen stattfinden, nicht mehr zwingend in der Kirche durchgeführt würden, sondern vermehrt auch an einem konfessionsneutralen Ort. Die 200 anwesenden Stimmberechtigten genehmigten den Baukredit über 425'000 Franken einstimmig. Geplant ist die Ausführung der Bauarbeiten im Jahr 2023.

Planungskredit über 2,1 Millionen Franken genehmigt

Ausserdem sprach sich die Gemeindeversammlung für einen Projektierungskredit über 2,1 Millionen Franken für einen Wärmeverbund in Steinhausen aus. Um einen Beitrag zur Erreichung der Klimaziele zu leisten, sollen mit dem Projekt weitere Gebiete in Steinhausen mit CO2-freier Fernwärme versorgt werden.

Der Bau und Betrieb des Wärmeverbundes soll gemeinsam mit der WWZ AG umgesetzt und finanziert werden. Damit die Gemeinde auch künftig Mitspracherecht hat, wäre die Gründung einer gemeinsamen Aktiengesellschaft mit der WWZ AG denkbar. Darüber wird die Gemeindeversammlung, sollten die Pläne weiterverfolgt werden, zu einem späteren Zeitpunkt befinden.

Ein Wärmeverbund in Steinhausen sei eine langfristige Investition in die Energiezukunft der Gemeinde, heisst es in der Vorlage zur Versammlung. Zudem werde ein Beitrag zur Umsetzung der Energiestrategie 2050 geleistet. Im Fokus steht als Energieträger regionales Holz:

«Durch die Nutzung nachwachsender Rohstoffe kann ein wesentlicher Beitrag zu unserer Umwelt gemacht werden.»

Eigene Massnahmen für vollständigen Schwimmunterricht schaffen

Unzufriedenheit zeichnete sich schon vor der Versammlung beim Traktandum 7 ab. Es handelte sich um eine Motion, die verlangte, dass der Gemeinderat eigene Massnahmen zur Erteilung des Schwimmunterrichts entwickelt, um möglichst rasch einen solchen vollständig zu ermöglichen. Denn die Steinhauser Schülerinnen und Schüler erhalten gegenwärtig keinen vollständigen und Lehrplan-21-konformen Schwimmunterricht.

Der Gemeinderat wollte die Motion, eingereicht von den Grünen, der FDP und der SVP, nicht erheblich erklären. Man unternehme bereits einiges in diesem Bereich. Die Motionäre liess das unbefriedigt zurück, wie sie im Vorfeld erklärten. Man wollte eine schnell umsetzbare Lösung, betonten sie an der Versammlung. Die Motion solle erheblich erklärt werden – das sah die Gemeindeversammlung auch so.


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