Gastronomie

Im alten Zollhaus lebt die Fischküche weiter

Die Schweizer Seen verändern sich – und mit ihnen die Fischerei. Im «Zollhaus Sachseln» setzen die Bergemanns trotzdem konsequent auf hochwertige Fischküche, regionale Lieferanten und viel Leidenschaft.
Daniela und Denny Bergemannmit Jaemy und Jason.
Foto: zvg

Noch vor Jahren gab es an jedem See ausgezeichnete, auf Fisch spezialisierte Restaurants. Dem ist heute leider nicht mehr so. Warum? Die erfolgreiche Sanierung der Seen hat dazu geführt, dass viele Gewässer nun nährstoffarm sind. Es fehlt an Phosphor, was die Basis der Nahrungskette, das Zooplankton, reduziert, wodurch Felchen und andere Fische hungern. Die Quagga-Muschel, eine invasive Art, breitet sich zudem rasant aus, besiedelt tiefe Schichten und frisst das Plankton, das den Fischen als Nahrung dient. Steigende Wassertemperaturen setzen kälteliebende Arten unter Stress und verändern die Durchmischung der Seen, was in der Tiefe zu Sauerstoffmangel führen kann. Verbauungen der Ufer, künstliche Hindernisse und die Nutzung der Wasserkraft zerstören Laichplätze und beeinträchtigen die Wanderung.

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