Raumplanung

Wildwuchs soll ein Ende haben: SVP fordert im Kanton Luzern statische Waldgrenzen

Schweizweit nimmt die Waldfläche zu. Weil die Grenzen im Kanton Luzern dynamisch sind, befürchtet die SVP Nachteile für die Landwirtschaft und Raumplanung. Ein Wechsel zu statischen Waldgrenzen würde hingegen die Biodiversität fördern.
Wo hört der Wald auf? Kantone wie Thurgau, Zürich und Aargau haben bereits statische Grenzen eingeführt.
Foto: Symbolbild: Patrick Hürlimann (Willisau, 16. 11. 2022)

Der Wald wuchert. Schweizweit hat er seine Fläche zwischen 1985 und 2013 um knapp 115‘000 Hektaren vergrössert, was über 160'000 Fussballfeldern entspricht. Fast ein Drittel des Landes ist heute bewaldet, im Kanton Luzern macht der Wald etwa einen Viertel der Fläche aus. Um den Bäumen klare Grenzen zu setzen, verlangt SVP-Kantonsrat Martin Waldis nun mit einer Motion einen Systemwechsel. Denn in Luzern gelten wie in einigen anderen Kantonen dynamische Waldgrenzen. So heisst es im kantonalen Waldgesetz, dass Wald ist, was mindestens 800 Quadratmeter Fläche hat, 12 Meter breit und seit 20 Jahren bestockt ist. In abgelegenen Gebieten kann sich der Wald also unbemerkt ausbreiten.

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