Lozärner Fasnacht

Von Bieridee bis Froschschenkel-Skandal – die Wey-Zunft blickt auf 100 Jahre zurück

Die «grösste Fasnachtszunft von Luzern» feiert einen Runden. Ihre Gründung verdankt sie ausgerechnet der anderen grossen Zunft.
Der erste Wey-Umzug 1925 beim Schwanenplatz, im Bild ist der Vortrab zu sehen.
Foto: zvg/Wey-Zunft (Luzern, 23. 2. 1925)

Wir schreiben den 19. Februar 1925, Schmutziger Donnerstag. In Luzern hat die Fasnacht begonnen. Nur was für eine! An jenem Nachmittag kurvt die Zunft zu Safran bloss noch mit ihrem Fritschiwagen durch die Strassen. Ein wahrlich magerer Umzug, das Fasnachtsbrauchtum droht zu erlahmen. Gewerbler aus dem Wey-Quartier reagieren entsetzt. Am Abend treffen sie sich in den Beizen und beschliessen, für den kommenden Güdismontag einen eigenen, richtigen Umzug auf die Beine zu stellen. «Es war eine Bieridee», sagt Reto Käch, 53, seit 2024 Präsident der Wey-Zunft.

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