Unfälle fordern mehr Schwerverletzte

URI ⋅ Die Polizei registrierte vergangenes Jahr 391 Verkehrsunfälle auf Urner Strassen. Dabei verletzten sich 139 Personen – 2017 waren es 155 Personen. Häufigste Unfallursache waren Unaufmerksamkeit und Ablenkung.

15. März 2019, 17:51

(pd/MZ) Während 2017 5 Menschen auf Urner Strassen tödlich verunfallten, verletzte sich 2018 niemand tödlich. Das geht aus der am Freitag veröffentlichten Verkehrsunfallstatistik der Kantonspolizei Uri hervor.

Auch die Zahl der Unfälle ging zurück. Registrierte die Polizei im Jahr zuvor 428 Unfälle, so waren es 2018 deren 391. Die Zahl der Schwerverletzten stieg jedoch von 23 auf 26 Personen. 113 Menschen (Vorjahr: 127) verletzten sich leicht. Insgesamt sank die Zahl der verunfallten Personen gegenüber dem Vorjahr um 10,3 Prozent. Dieser Rückgang ist auf die Abnahme der Leichtverletzten zurückzuführen. Eine (1) Person wurde auf einem Fussgängerstreifen ver-letzt. An den Verkehrsunfällen waren insgesamt 785 (849) Personen beteiligt. Davon waren 3 (6) Personen Fussgänger und 782 (843) Lenker oder Mitfahrer von Fahrzeugen.

Am meisten Unfälle ereigneten sich im September mit 51, ge-folgt vom Mai und Juli mit 40 Unfällen. Am meisten Kollisionen ereigneten sich am Freitag mit 66 und am wenigsten am Sonntag mit 46. Auf die Tageszeit bezogen ereigneten sich die meisten Unfälle, insgesamt 42, zwischen 12 bis 12.59 Uhr, die wenigsten, nämlich 3 Unfälle, gab es in der Nacht zwischen 2 und 3 Uhr. An der Spitze der Unfallursachen liegen erneut Unaufmerksamkeit und Ablenkung mit 151 (198) sowie das Nichtanpassen an die Geschwindigkeit in 51 (69) Fällen. Der bei den Unfällen entstandene Sachschaden beläuft sich auf 3,928 Millionen (3,704 Millionen) Franken.

Polizei legt Augenmerk auf die Prävention

Auf den 20 Plakatstationen in den Urner Gemeinden waren verschiedene Präventionskampagnen zu sehen. In der Fasnachtszeit erfolgte die Empfehlung «Wer fährt, trinkt nicht» und im Frühling galt «Lass dich nicht ablenken», das sich an alle Fahrzeuglenker richtete. Im Mai wurden die Verkehrsteilnehmer mit der Kampagne «Mach dich sichtbar» aufgefordert, mit reflektierenden Materialien auf sich aufmerksam zu machen. Die Lenker von E-Bikes wurden mit dem Slogan «Hand raus beim Abbiegen» angewiesen, Handzeichen zu benutzen. Bei der Kampagne «Schulanfang» erfolgten vermehrte Patrouillen bei Schulhäusern und auf neuralgischen Schulwegen.

Die Kantonspolizei Uri führte gemeinsam mit der Kantonspolizei Glarus den Präventionstag «Superbiker» durch. Dabei erhielten Motorradfahrer Tipps zum sicheren Fahren und zur Unfallverhütung. Die Polizei will Bewährtes, wie beispielsweise die Kampagne zum Schulbeginn, weiter führen, sowie neue Aktionen wie das korrekte Fahren im Kreisel einführen.

Laut der Kantonspolizei Uri wird im Bereich Kontrollen und Aufklärung die Zusammenarbeit mit den Nachbarkantonen gefördert und intensiviert. So sind unter anderem auf den Urner Passstrassen wiederum Aktionen geplant. Aufgrund der erfolgreichen erstmaligen Durchführung des E-Bike-Fahrsicherheitskurses wird dieser in diesem Jahr erneut in Zusammenarbeit mit der Pro Senectute angeboten.

Die Verkehrsunfallstatistik ist im Internet unter www.ur.ch zu finden.


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