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Zuger Wahlen 2022

Unterägerer Stimmberechtigte erhielten Steinhauser Wahlliste

Beim Versand der Wahlunterlagen in Unterägeri ist es zu einer Panne gekommen.

Überraschung für einige Stimmberechtigte in der Gemeinde Unterägeri. Ihnen flatterte beim Öffnen der Stimmunterlagen für die Gesamterneuerungswahlen vom 2. Oktober eine falsche Wahlliste für die Kantonsratswahl entgegen. Statt der Unterägerer erhielten sie die Liste der Steinhauser Kandidatinnen und Kandidaten.

Laut Renée Spillmann Siegwart, stellvertretende Landschreiberin, handelt es sich bei der Panne in Unterägeri um einen Ausnahmefall. Der Unterägerer Gemeindeschreiber habe sie darüber orientiert.

Vier Fälle sind bekannt

Wie Renée Spillmann Siegwart sagt, seien aus Unterägeri vier Personen mit einer falschen Wahlliste bedient worden. In drei Fällen sei das Stimmmaterial bereits ausgetauscht worden. Im vierten Fall sei man im Gespräch.

«Aus anderen Gemeinden haben wir bezüglich einer Panne nichts vernommen», sagt die stellvertretende Landschreiberin. Bereits seien viele Stimmcouverts bei den Gemeinden zurückgekommen. Sie gehe davon aus, dass es sich in Unterägeri um die einzige Verwechslung handle.

Eingepackt wird auswärts

Wie es zur Panne kommen konnte, ist zwar nicht ganz klar. Es dürfte allerdings, vermutet Renée Spillmann, beim Einpacken der Wahlunterlagen passiert sein. Diese werden im Auftrag der Gemeinden von einer Organisation im Kanton Zug verpackt und versandbereit gemacht.

Laut Spillmann Siegwart sei, um Fehler zu vermeiden, ein System installiert worden, bei dem ein Vertauschen der verschiedenen Listen in der Regel ausgeschlossen werden kann. Sie könne sich vorstellen, dass der Fehler in einem kurzen Moment der Unachtsamkeit passiert ist.

Mit der Organisation arbeite man bereits seit Jahren zusammen und die Fehlerquote sei verschwindend gering.

Wahlen im Majorz und Proporz

Der Zuger Regierungsrat wird im Majorzverfahren gewählt. 2013 wurde die Volksinitiative «Ja zur Personenwahl» von FDP und CVP mit 19’420 Ja gegen 11’498 Nein gutgeheissen. Seit dann werden die Zuger Regierungsräte und Gemeinderäte nach Majorz bestimmt. 2013 ging eine 119-jährige Tradition zu Ende: Der Kanton hatte 1894 Proporzwahl gewechselt. Zur Wahl in den Regierungsrat stellen sich am 2. Oktober zehn Personen zur Verfügung.

Im Proporzverfahren wird der Kantonsrat gewählt. Die Gemeinde Unterägeri verfügt über sechs Sitze im Kantonsrat, Steinhausen ebenfalls über sechs. Insgesamt stellen sich für die 80 Sitze im Kantonsrat 317 Personen zur Wahl. Die Sitze im Kantonsparlament werden nach dem Doppelten Pukelsheim verteilt.

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