1872 ist die Schweiz im industriellen Umbruch, am Gotthardmassiv beginnt der Bau eines Tunnels, der Rekorde brechen wird. Die Zugverbindung durch die Alpen ist ein Meilenstein. Massgeblich verantwortlich dafür war neben Bahnpionier Alfred Escher auch der Luzerner Josef Zingg (1828-1891). Er ist es, der als Direktor die Gotthardbahn-Gesellschaft vor dem Konkurs rettet, als die Kosten des Tunnelbaus explodieren. Neben der Lichtgestalt Escher ist über Zingg heute aber wenig bekannt. Sein Urenkel Christian Zingg will das nun ändern. Es hat Leben und Werk seines Ahnen in einer Biografie durchleuchtet. Entstanden ist ein Manuskript, das Zinggs Leben nachgezeichnet, nicht nur als Eisenbahner, sondern auch als Banker, Politiker, Journalist und sozial engagierter Liberaler. «Es gibt Sätze, bei denen man denken könnte, er wäre ein früher Sozialist», beschreibt Christian Zingg seinen Urgrossvater.
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