Serie «Freiwilligkeit»

Engelbergerin begleitet Menschen seit 30 Jahren beim Sterben: «Das Wichtigste ist, einfach da zu sein»

Menschen auf ihrem letzten Weg begleiten, Angehörigen Halt geben und einfach präsent sein: Für Susi Schleiss-Walthert gehört das seit mehr als drei Jahrzehnten zu ihrer Tätigkeit als Sterbebegleiterin.
Susi Schleiss (rechts) übergibt nach 31 Jahren die Leitung an Regina Köhli.
Foto: Irene Infanger (Engelberg, 29. 6. 2026)

In jeder Obwaldner Gemeinde gibt es Frauen und Männer, die Menschen auf ihrem letzten Weg begleiten. Mit ihrer Anwesenheit spenden sie den Sterbenden Trost und entlasten Angehörige und Pflegepersonal. Eine dieser Freiwilligen ist Susi Schleiss-Walthert aus Engelberg. Seit 31 Jahren begleitet sie Menschen am Ende ihres Lebens und leitet ebenso lange die Ortsgruppe Sterbebegleitung im Klosterdorf. Als solche nimmt sie Anfragen entgegen und koordiniert diese unter den sechs Frauen, die in der Ortsgruppe aktiv sind. «Das Wichtigste bei der Sterbebegleitung ist, nicht zu viel zu machen, sondern einfach da zu sein.» Dies könne – je nach Zustand und den Bedürfnissen des Gegenübers – bedeuten, still dazusitzen, die Hand zu reichen oder ein Gespräch zu führen, sagt Susi Schleiss.

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