Ladenöffnungszeiten

Shoppen am Tag des Herrn – wie entscheiden sich Luzerner Politiker?

Im Kanton Luzern haben es Liberalisierungen der Ladenöffnungszeiten schwer. Nun gibt es eine Initiative auf Bundesebene, die mehr Sonntagsverkäufe fordert.
Ein  Sonntagsverkauf in der Stadt Luzern. Derzeit sind vier Sonntagsverkäufe erlaubt, geht es nach einer Standesinitiative, sollen es künftig zwölf sein.
Foto: Pius Amrein
(Luzern, 8. 12. 2024)

Luzernerinnen und Luzerner sind in Sachen Ladenöffnungszeiten konservativ. Lediglich die Öffnungszeiten abends und samstags wurden vor sechs Jahren etwas verlängert.Ein neuer Liberalisierungsversuch wird nun auf nationaler Ebene unternommen: Zürich verlangt in einer Standesinitiative, dass die Anzahl der Sonntagsverkäufe von heute vier auf zwölf Sonntage pro Jahr erhöht wird. Maximal knapp, mit Stichentscheid des Ratspräsidenten, wurde dies im Ständerat kürzlich abgelehnt. Die Luzerner Standesvertretung neutralisierten sich bei der Abstimmung: Andrea Gmür (Mitte) votierte gegen, Damian Müller (FDP) für mehr Sonntagsverkäufe. Gmür argumentierte in der Debatte unter anderem mit dem «Sonntag als Atempause der Gesellschaft» und meinte zudem: «Mehr Verkaufssonntage sind wie das Verschieben von Kuchenstücken auf einem Teller. Der Kuchen selbst wird dadurch nicht grösser, und die Leute kaufen ihre Schuhe, Kleider oder Haushaltswaren nicht plötzlich dreimal, weil die Läden häufiger am Sonntag geöffnet sind. Die Einkäufe werden lediglich auf einen zusätzlichen Tag verteilt, während die Kosten für Personal, Betrieb und Infrastruktur steigen.»

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