2025 entwickelte sich die Sicherheitslage im Kanton Nidwalden insgesamt stabil. Wie die Kantonspolizei Nidwalden mitteilt, wurden insgesamt 1287 Straftaten gemäss Strafgesetzbuch registriert. Dies entspricht gegenüber dem Vorjahr einem Rückgang von rund 10 Prozent beziehungsweise 149 Delikten weniger. Die Kantonspolizei Nidwalden konnte im Berichtsjahr 45,2 Prozent der Straftaten aufklären. Damit liegt die Aufklärungsquote weiterhin deutlich über dem schweizerischen Durchschnitt von rund 38,7 Prozent. Insgesamt konnten 378 beschuldigte Personen ermittelt werden (Vorjahr: 372 Personen).
Die Vermögensdelikte stellen weiterhin den grössten Anteil der polizeilich registrierten Straftaten in Nidwalden dar. 2025 wurden 771 Vermögensdelikte registriert, was rund 60 Prozent aller Straftaten gemäss Strafgesetzbuch entspricht. Einbruchdiebstähle gingen leicht zurück, ebenso Fahrzeugdiebstähle. Gleichzeitig nahmen Betrugsdelikte deutlich zu. Bereits im Vorjahr wurde eine deutliche Zunahme registriert, was darauf hinweist, dass Betrugsphänomene weiterhin stark an Bedeutung gewinnen.
Mehr häusliche Gewalt
2025 wurden in Nidwalden insgesamt 169 Gewaltstraftaten registriert, ein leichter Rückgang um fünf Prozent. Innerhalb des Gewaltgeschehens nahm auch die schwere Gewalt ab. Im Berichtsjahr wurden zwei schwere Gewaltstraftaten registriert, darunter ein versuchtes Tötungsdelikt sowie eine Vergewaltigung. Zugenommen hat aber die häusliche Gewalt, es wurden 57 Straftaten registriert. Das sind 17 Fälle mehr als im Vorjahr und entspricht einer Zunahme von 43 Prozent.
Im Bereich der digitalisierten Kriminalität wurden 2025 insgesamt 246 Straftaten registriert. Das sind 40 Fälle weniger als im Vorjahr und entspricht einem Rückgang von 14 Prozent. In wichtigen Teilbereichen nahm die digitale Kriminalität dennoch weiter zu. So stiegen Cyberbetrug, Betrugsfälle über Internetshops, Phishing-Angriffe und Online-Anlagenbetrug.
Im Jahr 2025 wurden im Kanton Nidwalden zudem 45 Straftaten nach dem Betäubungsmittelgesetz registriert. Das sind 14 Fälle mehr als im Vorjahr und entspricht einer Zunahme von 45 Prozent.
Die polizeiliche Kriminalstatistik zeigt damit insgesamt eine stabile Sicherheitslage im Kanton Nidwalden, verdeutlicht jedoch auch, dass sich Kriminalitätsformen zunehmend verändern und neue Deliktsphänomene, insbesondere im digitalen Raum, an Bedeutung gewinnen, so die Kantonspolizei Nidwalden.

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