«Seit gefühlt über 100 Jahren dauert eine Schullektion 45 Minuten. Die Volksschule ist gespickt mit solchen Sachen, die man als gegeben hinnimmt. Aber vielleicht ist es auch gut, mal eine solche Sache zu durchbrechen.» Das sagt Patrick Spörri, seines Zeichens Schulleiter an der Sekundarschule Ruswil. Und dort dauert seit diesem Schuljahr eine Lektion nicht mehr 45, sondern 75 Minuten. Das ist einzigartig im Kanton Luzern. Was nach einem grossen Umbruch klingt, entpuppt sich im Schulalltag laut Beteiligten als reibungslose Umstellung – mit spürbaren Vorteilen für Unterricht, Tempo und die Beziehung zwischen Lernenden und Lehrpersonen. Gleichzeitig zeigen sich auch Stolpersteine: vor allem bei langen Nachmittagsblöcken und bei organisatorischen Planungsfragen.
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