Rekord

Schweizer KMU werden immer öfter ins Ausland verkauft – das sind die Gründe

Für ausländische Investoren sind Schweizer Unternehmen vor allem in unsicheren Zeiten interessant. Der Gewerbeverband sieht die Entwicklung positiv, die Politik hat die Regeln verschärft – aber nur in bestimmten Sektoren.
Bei Afag in Zell übernahmen amerikanische Eigentümer – wenige Monate später folgte die Massenentlassung.
Foto: Manuela Jans-Koch

Die Schweizer Industriefirma hatte alles richtig gemacht. Ihre Komponenten waren bei grossen Konzernen nachgefragt, sie betrieb Standorte in Deutschland, China und den USA und sie hatte gerade erst einen neuen Hauptsitz bezogen. Ein Neubau, der dem Wachstumsbedarf der Firma entsprach, ausgelegt auf eine Belegschaft von 180 Personen. Diese Mitarbeiterzahl wurde nie erreicht. Zwei Jahre nach dem Umzug vom bernischen Huttwil nach Zell im Kanton Luzern wurde die Firma Afag 2023 verkauft - und die neue amerikanische Eigentümerin kam nach wenigen Monaten zum Schluss, dass die Lohn- und Fixkosten in der Schweiz zu hoch seien. Von den damals 120 Mitarbeitenden wurden 90 entlassen, darunter auch Lernende.

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