Kapellbrücke Luzern

Schlechter Zustand der Brückenbilder: Soll man wieder über die «Hängeordnung» reden?

Der Bilderzyklus auf der Kapellbrücke ist lückenhaft und teils kaum noch zu erkennen. Doch die Idee, die Bilder durch Kopien zu ersetzen, scheitert nach wie vor am Veto aus Bern.
Der Text ist lesbar, doch vom Bild mit der Heiligblut-Legende von Willisau ist nicht mehr viel zu sehen.
Foto: Patrick Hürlimann (Luzern, 15. 4. 2025)

Beim Kartenspiel mit zwei Kollegen verliert ein Mann sein ganzes Geld. Wutentbrannt zieht er sein Schwert und schleudert es gegen den Himmel mit dem Fluch: «Es soll den Leib Christi durchbohren!» Sogleich fallen drei Blutstropfen auf den Spieltisch, und der Gotteslästerer wird von einem geflügelten Teufel ergriffen. Diese schaurige Begebenheit, die sich am 7. Juli 1392 in Willisau zugetragen haben soll, ist als «Heilig-Blut-Legende» bekannt geworden. Sie ist auf einem der Dreieckbilder dargestellt, die im Giebel der Luzerner Kapellbrücke hängen.

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