
Die SP Kanton Zug schickt Jessica Gauch ins Rennen um einen Sitz im Regierungsrat. Wie die Partei mitteilt, wurde die 32-jährige Juristin kürzlich am Parteitag in Baar nominiert. Ziel sei ein «mieter:innenfreundlicher» Regierungsrat und eine stärkere Vertretung von Menschen mit mittleren und tiefen Einkommen.
Gauch begründet ihre Kandidatur mit ihrer Erfahrung aus der ehrenamtlichen Rechtsberatung: «Ich habe zu viele Menschen ohne Lobby gesehen. Für sie will ich mich im Regierungsrat einsetzen. Der demokratische Rechtsstaat soll für alle da sein», wird sie zitiert. Die Spezialistin für Finanzmarktrecht engagierte sich unter anderem für Mietende und geflüchtete Familien und war auch politisch tätig.
Eigenkapital soll genutzt werden
Inhaltlich setze sie Schwerpunkte bei bezahlbarem Wohnraum, fairen Löhnen, Gleichstellung und der Förderung einheimischer Energien. Sie fordere mehr Genossenschaftswohnungen sowie bessere Weiterbildungsmöglichkeiten. «Der Kanton hat fast drei Milliarden Franken Eigenkapital angesammelt, die Bevölkerung mit den steigenden Mieten aber allein gelassen», kritisiert Gauch in der Mitteilung.
SP-Präsident Zari Dzaferi betont die Bedeutung der Kandidatur: «Im Regierungsrat braucht es eine konsequente Vertretung der Normalverdienenden. Denn für diese wird es immer schwieriger im Kanton.»

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