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Erstfeld

Nun werden Lösungen für den Ausweichverkehr entlang der A2 gesucht

Die Bevölkerung in den Gemeinden von Erstfeld bis Realp leidet unter dem Ausweichverkehr. An einem runden Tisch hat sie mit Vertretungen des Astra und des Kantons Lösungsansätze diskutiert – diese soll ein neues Fachgremium weiterverfolgen.

Auf Initiative der Gemeinde Erstfeld hat ein runder Tisch zum Ausweichverkehr entlang der A2 stattgefunden. Dieser entsteht, wenn Autofahrerinnen und -fahrer dem Stau auf der Autobahn A2 ausweichen wollen, und hat in der Bevölkerung der betroffenen Dörfer immer wieder zu Unmut geführt (wir berichteten). Am runden Tisch haben Vertreterinnen und Vertreter des Bundesamts für Strassen (Astra), des Kantons und der Gemeinden Erstfeld bis Realp teilgenommen.

An der Besprechung informierten die Vertreterinnen und Vertreter der Gemeinden über die belastende Verkehrssituation und die zahlreichen Rückmeldungen von Einwohnenden, die ihren Unmut darüber äusserten. Gleichzeitig deponierten sie ihre Forderung nach Besserung und stellten einige Lösungsvorschläge zur Optimierung der aktuellen Situation vor, heisst es in einer Mitteilung der Kantonspolizei Uri.

Keine einfachen Patentrezepte

Die Sicherheitsdirektion und die Kantonspolizei stellten das aktuell angewendete Staumanagement vor und wiesen auf die im Verlaufe des Sommers umgesetzten Massnahmen und deren Wirkungen hin. Das Astra machte Ausführungen zu den Verantwortlichkeiten und den gesetzlichen Rahmenbedingungen rund um die Nationalstrasse und den bis jetzt gewonnenen Erkenntnissen aus dem Pilotversuch «Ausweichverkehr A13» in Graubünden.

Das Verkehrsaufkommen auf der Nationalstrasse A2 nehme stetig zu, zudem verfüge der Kanton Uri nur über eine begrenzte Anzahl an Verkehrsträgern. Mit den bis anhin umgesetzten Verkehrsmanagementmassnahmen sei das Ziel verfolgt worden, die Verkehrs- und Staubelastungen für die Urner Gemeinden möglichst zu vermeiden oder zu vermindern. Dabei habe sich gezeigt, dass es keine einfachen Patentrezepte gibt.

Neues Fachgremium

Nun wird ein ganzheitlicher Lösungsansatz verfolgt. Mögliche Optimierungsansätze seien auf drei Ebenen zu suchen: den Verkehrsfluss auf der A2 aufrechterhalten, den Ausweichverkehr vermeiden sowie die Folgen des Ausweichverkehrs reduzieren. Die Anwesenden waren sich einig, dass ein neues Fachgremium, bestehend aus Vertretungen des Astra, des Kantons und der Gemeinden, die bestehende Verkehrsmanagementkonzeption weiter optimieren soll, damit die Gesamtverkehrssituation in Uri, insbesondere entlang der A2, verbessert werden kann.

In den nächsten Wochen soll die Startsitzung unter der Leitung des Kantons mit dem neu geschaffenen Fachgremium erfolgen, um die Analyse der gewonnenen Erkenntnisse aus diesem Jahr vorzunehmen und die eingebrachten Lösungsvorschläge zu bearbeiten. (pd/cn)

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