Zuger Kultur

Die Köpfe, in denen der Faschismus brütet: Nikolaus Habjans Puppentheater lässt einen manchmal erschauern

Mit seiner Adaption des österreichischen Klassikers «Der Herr Karl» kommentiert der Regisseur und Puppenspieler die Nazi-Vergangenheit seiner Heimat. Sein Auftritt im Theater Casino Zug entbehrte nicht einer unheimlichen Aktualität.
Der nette und scheinbar naive Antiheld «Herr Karl» ist die Quintessenz des opportunistischen Mitläufers.
Foto: zvg

Das Auffälligste auf der Bühne des grossen Saals des Theater Casino Zug sind tatsächlich die Köpfe: Klappmaulpuppen, fast ein wenig grösser als durchschnittliche Menschenköpfe, gewiss aber grösser als der feine Kopf von Nikolaus Habjan, der sie bespielt. Und der sie auch selbst gebaut hat. Seit 2010 ist der in Graz geborene Künstler mit «Der Herr Karl» auf Tournee. Das Puppenspiel aber hat der studierte Musiktheaterregisseur schon mit 15 Jahren erlernt und seither perfektioniert.

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