Obwohl Friedhöfe nicht von der Kirche betrieben werden, sondern von den Gemeinden, wird die Bestattungskultur traditionell stark mit dem Glauben assoziiert. Allerdings findet mit dem gesellschaftlichen Wandel auch bei Bestattungen ein Umdenken statt. «Vermehrt liest man in den Zeitungen Formulierungen wie die Asche wurde der Natur übergeben», sagt der Obwaldner Gymnasiast Vitus von Wyl, der mit seiner Maturitätsarbeit den Blick auf alternative Bestattungsmöglichkeiten richtet. Im Zentrum seiner ersten akademischen Arbeit steht die Frage, ob im Kanton Obwalden ein öffentlicher Naturfriedhof eine Utopie ist oder eine wachsende Notwendigkeit. «Immer mehr Menschen wünschen sich individuelle, naturnahe und nicht religiös geprägte Abschiedsformen», fasst von Wyl die aktuellen Entwicklungen zusammen.
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