Fürsorge und Zwang

«Ich bin einfach niemand gewesen»: Ausstellung zeigt Leid der Verdingkinder

In Alberswil macht eine nationale Ausstellung ein dunkles Kapitel der Schweizer Geschichte greifbar. Das Agrarmuseum Burgrain war damals selbst ein Schauplatz.
Die nationale Wanderausstellung zu Fürsorge und Zwang ist zu Gast im Agrarmuseum Burgrain.
Foto: Boris Bürgisser (Alberswil, 14. 7. 2026)

Der Titel der Ausstellung zum Thema Fürsorge und Zwang, die noch bis zum 12. August im Agrarmuseum Burgrain zu sehen ist, stimmt nachdenklich: «Ich bin einfach niemand gewesen.» Es ist ein Zitat einer Person, die wie Hunderttausende andere von fürsorgerischen Zwangsmassnahmen betroffen war. Der Sammelbegriff steht für ein dunkles Kapitel der Schweizer Geschichte, als während Jahrzehnten Kinder in Heimen versorgt oder auf Bauernhöfen verdingt wurden. Erwachsene wiesen die Behörden in Anstalten ein, unverheirateten Müttern oder den Jenischen nahmen sie die Kinder weg.

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